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DIY: Herrenanzüge selber nähen

Roy Robson HerrenanzügeSie schlendern durch die Läden, finden aber keinen Anzug, der zu Ihnen passt. Im Job oder auf einer privaten Feier wollen Sie sich aber von der besten Seite präsentieren und so sollten Sie schon einen Anzug haben, der voll und ganz zu Ihnen passt. Zum Glück können Sie sich auch einfach Herrenanzüge selber nähen. Das ist ganz einfach und geht schnell, besonders wenn Sie ein bisschen Ahnung vom Nähen haben. Ein bisschen handwerkliches Geschick sollte auch dabei sein und schon steht Ihrem selbstgenähten Anzug nichts mehr im Weg. Wie Sie vorgehen und was Sie an Materialien benötigen, verraten wir Ihnen heute.

Herrenanzüge selber nähen – Darauf kommt es an

DIY: Herrenanzüge selber nähenBevor Sie mit dem Herrenanzug selber nähen beginnen, sollten Sie sich eine genaue Vorstellung von Ihrem fertigen Anzug machen. Dafür sollten Sie sich ihn nicht nur vor Ihrem geistigen Auge vorstellen, sondern auch zeichnen, worauf Sie Lust haben. Werfen Sie einen Blick auf die aktuellen Trends, schauen Sie sich Inspiration im Internet an, sammeln Sie Eindrücke. Farben, Muster, Designs, Schnitte, fertige Herrenanzüge oder auch Revers-Formen, Ärmelaufschläge und schöne Knöpfe sollten gesammelt werden. Je mehr Informationen und Inspirationen Sie sammeln, desto genauer wissen Sie, wir Ihr Anzug später aussehen soll. Wenn Sie alles gefunden haben, was Ihnen in den Schoß gefallen ist, erstellen Sie ein Moodboard und machen Sie eine Zeichnung von Ihrem Herrenanzug. Nun können Sie mit der restlichen Planung beginnen.

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Das Material sollte klug gewählt sein

Nun geht es an das Material. Die Stoffauswahl für den eigenen Herrenanzug ist gar nicht so einfach. Generell sollten Sie schon eine genaue Vorstellung davon haben, wie Ihr Anzug aussieht. Soll er schlicht oder bunt sein? Oder soll er ein Muster wie Streifen oder Karo haben?

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Einfarbige Anzüge in gedeckten Farben wie Schwarz, Navy, Dunkelgrau oder Hellgrau sind im Job angesagt. Wenn Sie aber lieber einen bunten Anzug für private Gegebenheiten haben wollen, ist das auch kein Problem.

Wenn Sie sich für einen unifarbenen Herrenanzug entscheiden, können Sie immer noch beim Hemd, der Krawatte und den restlichen Accessoires zu Farben und Mustern greifen und sich dabei voll ausleben. So verhelfen Sie Ihrem Anzug schnell und einfach zu einem ganz neuen Look.

Die Materialauswahl scheint bei einem Anzug recht einfach. Allerdings ist es wichtig zu wissen, wann Sie den Anzug tragen wollen, denn sonst könnte es zu warm oder kalt werden. Im Sommer empfehlen sich leichte Stoffe wie Leinen oder Baumwolle. Im Winter dürfen es feste, dicke Stoffe sein wie Tweed, Wolle oder Kaschmir. Auch Schurwolle, Synthetik, Mohair, Merino, Flanell oder Vikunja sind möglich. Wer sich über die einzelnen Materialien informiert hat, wird schnell herausfinden, welcher Stoff am besten für den eigenen Zweck geeignet ist.

Tipp! Wenn Sie vorher noch nie etwas genäht haben, empfehlen wir Ihnen ganz klar einen festen Baumwollstoff. Er ist am unproblematischsten für Anfänger. Er lässt sich leicht verarbeiten, bleibt beim Nähen nicht stecken und ist auch sonst recht pflegeleicht. Wenn Sie kein Anfänger sind, können Sie sich auch an kompliziertere Materialien herantrauen, sollten aber stets die richtige Nähnadel in der Maschine stecken haben. Informieren Sie sich beim Stoffkauf daher auch, welche Nähnadel die Beste für Ihr Vorhaben ist.

Was für Herrenanzüge nicht passt, sind dehnbare Stoffe wie Jersey. Dehnbare Materialien erkennen Sie daran, dass sie ihre Form ändern, wenn Sie daran ziehen. Sie dehnen sich aus. Ein Anzug soll fest sitzen und ein bisschen robust aussehen. Dehnbare Stoffe sind also für dieses Vorhaben nicht geeignet.

Extra Tipp: Kaufen Sie Ihr Material erst, wenn Sie ein Schnittmuster haben. Erst dann können Sie sicher wissen, wie viel Stoff sie benötigen werden. Manchmal ist es auch sinnvoll, mehr Stoff zu kaufen, als benötigt wird. So können eventuelle Fehler beim Zuschnitt oder beim Nähen mit einem neuen Schnittteil korrigiert werden, weil noch genügend Stoff vorhanden ist.

Vorbereitung ist alles

Diese Materialien brauchen Sie, um einen Herrenanzug zu nähen:

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Was? Wofür?
Stecknadeln Zum Feststecken
Stoffschere Um den Stoff zuschneiden zu können
Genügend Stoff für den Anzug Damit nichts schief gehen kann
Ein grobes Schnittmuster für den Anzug Für eine grobe Vorstellung
Farblich passendes Garn Damit es später nicht zu sehen ist
Knöpfe Um den Anzug später schließen zu können
Schneiderkreide Für Markierungen
Nähmaschine und Nähnadeln Um später den Anzug zusammenzunähen
Bügeleisen Um später nach dem Nähen alles glatt zu bügeln

Herrenanzug nähen – Das Schnittmuster auswählen

Nun geht es an die Auswahl des Schnittmusters. Schnittmuster gibt es dort zu kaufen, wo es auch Stoffe gibt. Auch Online werden viele unterschiedliche Schnittmuster angeboten und so müssen Sie selbst entscheiden, welches Schnittmuster es sein soll. Wählen Sie ein Schnittmuster aus, was Ihrem eigenen Entwürfen am nächsten kommt oder was Sie spontan anspricht. Fortgeschritten können später auch selbst Abänderungen am Entwurf vornehmen, sodass das Schnittmuster noch mehr den eigenen Wünschen entspricht. Wer Anfänger ist, sollte ein vorgefertigtes Schnittmuster nehmen und sich an die Anleitung halten. Mit einem Schnittmuster in der Hand und einem ausgewählten Stoff unter dem Arm können Sie direkt loslegen.

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Vor- und Nachteile von selbst genähten Herrenanzugs:

  • eigenes Design möglich
  • eigene Materialauswahl
  • Sie können Ihre Kreativität ausleben
  • viel Spaß beim Nähen/Entwerfen
  • etwas Kreativität sollte vorhanden sein
  • Nähgeschick muss vorhanden sein

Herrenanzug selber nähen – Wie beginnen?

Wenn Sie das Material und das Schnittmuster bei sich zu Hause haben, können Sie direkt beginnen. Zuerst kopieren Sie das Schnittmuster aus dem Schnittbogen heraus. Hierbei achten Sie darauf, dass Sie Ihre Größe nehmen, damit der Anzug später auch passt. Eine Nahtzugabe ist manchmal dabei, manchmal aber auch nicht. Lesen Sie in der Anleitung, ob Sie sie noch hinzufügen müssen. In der Regel liegt die Nahtzugabe bei nicht dehnbaren Stoffen bei einem Zentimeter.

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Nun Schneiden Sie die Schnittteile zu. Dafür bügeln Sie den Stoff vorher, um ihn auch wirklich glatt zu bekommen. Jetzt legen Sie die einzelnen zuvor ausgeschnittenen Schnittteile auf den Stoff. Bei Mustern müssen Sie besonders auf den Fadenlauf achten, damit die Schnittteile nebeneinander liegen und das Muster fortgesetzt wird. Sie müssen außerdem auf gleicher Höhe liegen. Bei kleinen Muster oder unifarbenen Stoffen ist der Fadenlauf nicht so wichtig. Bei Streifen beispielsweise muss alles auf einer Höhe sein, damit das Muster weitergeht und nicht versetzt verläuft.

Mit Hilfe der Stecknadeln wird nun das Schnittmuster an den Stoff gesteckt. Wenn Sie damit fertig sind, greifen Sie zur Stoffschere und schneiden immer am Schnittmuster entlang. Außerdem zeichnen Sie die Knipse mit Schneiderkreide ein, damit Sie später anhand dieser Markierungen wissen, wo ein Schnittteil beim Nähen auf ein Anderes trifft und wie die Schnittteile zusammengehören. Breiten Sie die einzelnen Schnittteile auf dem Boden aus, legen Sie sie aneinander und schauen Sie, wie mit dem Nähen begonnen wird. Viel Spaß!

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